Wirtschaftsstandort darf nicht gefährdet werden

Pressemitteilung vom 18. Januar 2024

Das Handwerk sorgt sich um den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Die Bundesregierung hat es offensichtlich nicht geschafft, zum Jahreswechsel Ruhe in die vielschichtigen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Debatten zu bringen“, kritisiert Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz.

Auch im Handwerk sei nach einem chaotischen Jahr 2023 bei vielen die Frustrationsgrenze erreicht. Einige Betriebe nutzen den bundesweiten Aktionstag des Zentralverbands des Deutschen Handwerks am kommenden Freitag, 19. Januar, dafür, auf die unbefriedigende Situation hinzuweisen.

„Da war zunächst der unausgegorene Heizungsgesetzesentwurf, der für Wirbel sorgte. Dann der Förderstopp im Bau, gefolgt vom spontanen Auslaufen der Förderung der Elektromobilität. Das und vieles mehr hat zu Verunsicherungen im Handwerk geführt“, erläutert Rottler. Ein echtes Ärgernis sei für Handwerksbetriebe seit Jahren der steigende Bürokratieaufwand. „Statt unsere Aufträge abzuarbeiten, müssen wir Berge von Formularen ausfüllen, um den vielen Dokumentationspflichten zu genügen oder uns in immer neue Vorschriften und Regeln einlesen. Die versprochenen Vereinfachungen und Entlastungen müssen jetzt endlich kommen, denn die Betriebe werden ungeduldig“, fasst Rottler den Frust zusammen. Da seien Bund wie Land gefordert.

„Es ist höchste Zeit zu machen, und nicht nur zu versprechen, sonst gefährden wir den Wirtschaftsstandort Deutschland. Das Handwerk mit seinen vielen familiengeführten Unternehmen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger brauchen Klarheit und Verlässlichkeit.“. Nach außen gebe Deutschland aktuell ein Bild des Jammers ab. Wenn jetzt nicht die richtigen Impulse zur Wirtschaftsförderung gesetzt würden, so Rottler weiter, verliere das Land womöglich den Anschluss.

„Für das Handwerk und den gesamten Mittelstand gesprochen müssen jetzt schnell politisch Taten folgen: Runter mit den Steuern und Abgaben, bezahlbare Energie, verlässliche Förderstrukturen im Wohnungsbau und in der energetischen Sanierung sichern – das sind nur einige der Hausaufgaben, die die Politik nun dringend erledigen muss“, fordert der Kammerpräsident. Ihre konkreten Anliegen werden die Betriebe in Kürze auch über eine geplante Postkartenaktion des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) an die Regierung weiterleiten können, kündigt Rottler an.

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